Fachzirkelarbeit im DDR-Bildungssystem

Was ist ein Fachzirkel?

Der Fachzirkel handelte es sich um eine obligatorische,  in der Regel monatlich stattfindende Zusammenkunft aller Fachlehrer eines Faches, die an den Schulen eines bestimmten Bereiches (meist dem Landkreis) unterrichteten. Je nach Fach kamen auf diese Weise 10-50 Lehrerinnen und Lehrer zusammen.

Welche Aufgaben hatte ein Fachberater?

Die wesentlichen Inhalte einer Fachzirkelveranstaltung legte der Fachberater1 fest. Er wiederum erhielt dafür mehr oder weniger deutliche Vorgaben von der Abteilung Volksbildung des Rates des Kreises. Dabei hatten politisch-ideologische Vorgaben fast immer Vorrang vor fachlichen Dingen. Es hing aber auch vom Geschick und der Einstellung des Fachberaters ab, inwieweit er diese Anteile und Inhalte in seinen Veranstaltungen "kreativ umsetzte".

Seine Hauptaufgabe bestand darin, die ihm zugeordneten Lehrkräfte einerseits bei ihrer Arbeit in den Schulen auf fachlichem und didaktisch-methodischem Gebiet zu unterstützen. Andererseits hatte ein Fachberater auch die Aufgabe, die Umsetzung des Legrplans in seinem Fachbereich zu kontrollieren und bei Notwendigkeit zusammen mit dem Kollegen und seinem Schulleiter durchzusetzen. Beides wurde durch im Regelfall angekündigte Hospitationen mit anschließender intensiver Auswertung der Stunde(n) realisiert. 

Wie erfolgte die Umsetzung dieser Aufgaben in der täglichen Arbeit?

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